Büroschränke

Ein Büroschrank dient vornehmlich der Unterbringung von Aktenordnern und ungebundenen Unterlagen. Weiterhin können im Büroschrank Fächer für den Postein- und ausgang angeordnet sein.
Es richtet sich ganz nach der Art des Unternehmens oder der Einrichtung, wie ein Büroschrank ausgestattet sein sollte. Im Prinzip stellt der Büroschrank einen „übergeordneten Ordner“ dar. Der Zweck ist ganz einfach der, den Überblick behalten zu können, was bei sogenannten „Schubfachablagen“ nicht immer der Fall ist, weil wichtige Dokumente zwischen weniger wichtigeren verschwinden können und vielleicht erst dann zur Bearbeitung kommen, wenn es zu spät ist, was negative Folgen haben kann.
Ein geöffeneter Büroschrank muss auf einen Blick hin aussagen, wie es in der Reihenfolge der Abarbeitung weitergehen soll.
Büroschränke werden zumeist aus Platzgründen mit Rolläden verschlossen, weil offen stehende Flügeltüren behindern und einen weniger guten Eindruck bei Bürobesuchern hinterlassen könnten.
Es ist klar, dass es in einer Anwaltskanzlei oder Arztpraxis anders sein wird als im Büro eines Handwerksbetriebes. Das hat nichts mit einer gewissen Güte zu tun, sondern mit Zweckmäßigkeit. Während bei Kanzleien und mittleren bis Großunternehmen die Geschäftspartner gar keine Büroschränke zu Gesicht bekommen, weil diese in Vor- oder Nebenzimmern untergebracht sind, liegt eben in einem Fach des Büroschrankes eines Dachdeckermeisters ganz nebenbei eine Schachtel mit Dachpappnägeln, was jeder sehen kann. Aber niemand wird sich darüber wundern, weil beim Dachdecker damit alles seine Ordnung haben wird.
Das Aussehen eines Büroschrankes und die der anderen Einrichtungsgegenstände können die Arbeitsatmosphäre beeinflussen. Holz wird besser als Blech wirken. In einer alten Ein-Mann-Anwaltskanzlei wird man kaum etwas „Neuzeitliches“ vorfinden. Alles alte Möbel, der Aktenschrank inbegriffen. Die Ähnlichkeit zu museenartigen Arbeitszimmern ist nicht zu verkennen.
Handelt es sich um ein modernes Großraumbüro wird es Büroschränke geben, die bei bestimmten Bearbeitungsangelegenheiten von den Mitarbeitern gemeinsam genutzt werden. Zusätzlich wird jeder seinen eigenen Büroschrank haben, den er sich individuell seinem Arbeitsgebiet entsprechend ausstattet und keinem „genormten Ordnungsstandard“ unterliegt.