Ihre persönliche Bauplanung (in Form einer PC- Software) zur anstehenden Errichtung eines eigenen Wohngebäudes dient Ihnen als Kommunikationsmedium zum Architekten und den ausführenden Bauunternehmen, ersetzt aber nicht die professionelle Planung durch den Bauprofi, da selbige ausschließlich durch eine legitimierte Instanz, in der Regel den Architekten, erfolgt. Dieser Tatbestand sollte in Ihrem Interesse sein und ist zudem rechtlich durch einen entsprechenden gesetzlichen Rahmen festgelegt.
Ihr Vorteil bei der Nutzung eines Computerprogramms zum Hausbau besteht darin, dass Sie mit einer solchen Planungsumgebung die Möglichkeit haben, Ihre Gedanken und Vorstellungen Ihrem späteren Kooperationspartner für die Realisierung des Bauvorhabens klar und verständlich darzulegen. Bei nahezu allen PC- Anwendungen höheren Anspruchs in diesem Segment erhalten Sie von der Planung stets ein dreidimensionales Abbild, können Räume virtuell begehen und verfügen über die Option, Ihr Bauprojekt abzuspeichern und via Speichermedium (Diskette, CD, DVD, USB- Stick,…) oder eMail an den Bauprofi weiterzuleiten. Allerdings existieren auch Programme, die speziell für bestimmte Komponenten der Gesamtplanung entwickelt worden sind (beispielsweise die Software HAUSBAU von Dirk Tinz, die sich ausschließlich mit der Baufinanzierung befasst).
Programminterne Optionen - tatsächliche Bauplanung
Standardmäßig wird Ihnen die Auswahl zwischen drei verschiedenen Anwendungstypen offeriert.
Einerseits präsentiert sich hierbei die Möglichkeit der Modifikation einer vordefinierten Anzahl an Haustypen, wobei per Bedienoberfläche bequem und unkompliziert Grundrisse bearbeitet werden können. In sogenannten Dialogfenstern finden sich Optionen zum Dehnen und Strecken der vorliegenden Abmessungen. Parallel dazu ermittelt das Programm die überschlägigen Baukosten, indem das Volumen des Bauvorhabens mit dem Kubikmeter-Preis multipliziert wird.
Die zweite Alternative besteht im Aufruf von Beispielplanungen. Meist in Zusammenarbeit mit Bauplanungsbüros entworfen, liegen hier vorgefertigte Projektdaten von Häuser bereit, die mitunter bereits realisiert worden sind. Auf der Grundlage solcher Exempel können Sie Bauteile wie etwa Fenster und Türen sowie die Farb- oder Fassadengestaltung nach Ihrem Geschmack modifizieren.
Als drittes und individuellstes Instrument steht Ihnen die freie Bauplanung zur Verfügung. Beginnend mit der ersten Wand sind Sie im Stande bei der Neuplanung Ihre Vorstellungen vom Eigenheim komplett selbst zu entwerfen. Die mannigfaltigen Möglichkeiten entsprechen
dabei in weiten Teilen professionellen Planungsumgebungen.
Programminterne Optionen - Kalkulation
Für die preisliche Kalkulation des Bauvorhabens stellen die meisten Softwarelösungen zwei Verfahren zur Verfügung:
- die überschlägige Ermittlung des Preises für die Baukonstruktion nach geometrischem Volumen
- die Ermittlung des Preises nach Analyse des Bauwerks, d.h. Massen und Kosten werden tabellarisch aufgeführt und können manuell bearbeitet werden
Die Frage, wie teuer der Bau des Eigenheims wird, ist dennoch nicht ganz einfach zu beantworten, da sich Preise an Hand von Angebot und Nachfrage, von Verfügbarkeit, Wettbewerb, Gebietsfaktoren und Jahreszeit orientieren. Daher besteht oftmals die Möglichkeit Anwendungskomponenten wie Massenrecherche, Raumbuch oder die Berücksichtigung allgemeiner, fixer Kosten über die Programmoberfläche einzukalkulieren.
Alles in allem liegt die Ermittlung des Kostenansatzes bei etwa +/- 10% des tatsächlich aufzubringenden Finanzvolumens.
Programminterne Optionen - Finanzierung
Wichtigstes Instrument stellt in diesem Zusammenhang der sogenannte Finanzierungsassistent dar, welcher klassische Kreditbausteine wie Bausparvertrag oder Annuitätendarlehen mit Ihren persönlich konfigurierten Einkommens- sowie Ausgabenaspekten verbindet. Er zeichnet über die Funktion, mehrere Finanzierungspläne bezüglich eines Bauvorhabens anzulegen oder die hilfreichen Anwendungen Tilgunsplan bzw. Liquiditätsauswertung ein realistisches Gesamtbild der tatsächlichen Kalkulationsmodule.


