Bei der Magnetfeldtherapie setzt man gleichbleibende oder pulsierende Magnetfelder ein, um Krankheiten und Beschwerden zu behandeln. Die Wirkung dieser alternativmedizinischen Behandlungsmethode wird mit der Tatsache begründet, dass der menschliche Organismus von biologischen elektromagnetischen Signalen beeinflusst wird. Die „Kommunikation“ der Zellen untereinander ist zum Beispiel mittels des sogenannten Membranpotenzials möglich. Mit anderen Worten: Zellen besitzen ein schwaches Magnetfeld, mit dem sie Nachbarzellen beeinflussen können. Auch die menschlichen Knochen erzeugen bei einem Belastungswechsels geringe Mengen Strom. Die Magnetfelder, die durch diese geringen Strom entstehen, haben einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Befindet sich ein Mensch in einem sehr starken Magnetfeld, so kann dies auch negative Folgen für seine Gesundheit haben: Herzrhythmusstörungen oder Schwindelgefühle sind mögliche Folgen. Funktionsweise
Bei einer Magnetfeldtherapie setzt man ein Magnetfeld einer bestimmten Frequenz und Stärke ein. Man erhofft sich dadurch eine Verbesserung des Stoffwechsels, der wiederum die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Während der Behandlung macht es sich der Patient in der Regel auf einem Bett bequem, das von Magnetspulen umlagert ist. Die Behandlungsdauer umfasst zwischen 30 bis 60 Minuten, in denen der Patient meist ein angenehmes Kribbeln oder auch eine Gefühl der Wärme verspürt. Diese Methode setzt man insbesondere zur Schmerz- und Arthrosebehandlung ein. Auch bei Sportverletzungen und Knochenbrüchen wird sie vielfach angewendet.
Erfolgsaussicht
Die Magnetfeldtherapie wird häufig von wissenschaftlicher Seite infrage gestellt. Medizinische Studien sind jedoch schwierig, da Menschen täglich einer ganzen Reihe magnetischer Felder ausgesetzt sind. Dass jedoch statische Magnetfelder einen Einfluss auf das Wohlbefinden haben, darf stark angezweifelt werden. Denn solche Magnetfelder üben eine Kraft nur auf magnetisierbare Körper, Magneten oder bewegte Ladungsträger aus. Darüber hinaus sind die meisten pulsierenden Magnetfelder für eine wirksame Beeinflussung des menschlichen Körpers zu schwach. Dennoch ist der Einsatz von Magnetfeldern gesundheitlich nicht bedenklich. Nur Menschen, die beispielsweise einen Herzschrittmacher haben, sollten auf die Magnetfeldtherapie verzichten.


