Dokumentations- und Informationszentrum e.V.

Das Dokumentations- und Informationszentrum (D.I.R.) ist ein eingetragener Verein, der sich der Auseinandersetzung mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit widmet. Sitz des 1994 gegründeten Vereins ist Marburg.

Das D.I.R. sieht sich als Gegenpol zur zunehmenden Organisation und Vernetzung der europäischen Rechtsradikalen und Neonazis und will eine Plattform für Initiativen und Gruppen bieten, die sich mit den Themen Rassismus und Neofaschismus auseinandersetzen. Der Grundsatz des D.I.R. der Glaube an die Notwendigkeit eines partei- und organisationsübergreifenden Pools zur Entwicklung, zur Sammelung und zum Austausch von Konzepten gegen Rechtsextremismus. Konzeptionell steht das D.I.R. somit dem niederländischen Anne-Frank-Institut mit Sitz in Amsterdam nahe.

Unter anderem stellt das D.I.R. Projekten logistische Grundlagen, Personal und Räumlichkeiten zur Verfügung und veranstaltet auch selbst themenrelevante Seminare und Tagungen. Ein wesentliches Anliegen des Vereins ist der Ausbau einer umfangreichen Internet-Datenbank, die Projekte vorstellt und Artikel, Bibliographien und Dokumentationen zum Thema Rechtsextremismus veröffentlicht. Intensiv befasst das D.I.R. sich mit antirassistischer Hochschularbeit, übt als Mitglied im Sprecherrat der Initiative „Schule ohne Rassismus“ Einfluss auf die antifaschistische Arbeit an Schulen aus und trägt aktiv zur Aufklärung über rechtsradikale Medieninhalte bei. Der Verein versteht sich als Ansprechpartner für Gruppen und auch Privatpersonen, die Antworten und Hilfe bezüglich rechtsextremer Entwicklungen benötigen.

Darüber hinaus koordiniert das D.I.R. die nationale und internationale Zusammenarbeit antifaschistischer Gruppen bzw. deren Austausch. Starke öffentliche Wahrnehmung erreichte der Verein zuletzt als Initiator der der viel beachteten Antirassistischen Plakatausstellung.

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