Asyl Card
Das Projekt der Asyl Card für Flüchtlinge wurde seit den letzten
Jahren von den Politikern der CDU/CSU und der SPD betrieben.
Diese Karte sollte im Scheckkartenformat als Ausweis dienen und somit den Erhalt
von bestimmten Leistungen sichern. Ähnlich eines Personalausweises sollten
ein Bild, die jeweiligen Daten, Fingerabdrücke und Informationen zu Aufenthaltsberechtigungen
oder auch eventuelle Abschiebungsplanungen.
Dieses Projekt wurde nach Veröffentlichung vor allem von Migrateninitiativen,
kritischen JournalistInnen und politisch interessierten InformatikerInnen skeptisch
betrachtet und in Frage gestellt. So stellte sich die Machbarkeitsstudie, die
daraufhin folgte, als gespalten und differenziert heraus und zeigte somit eine
unzureichende Tendenz eines Pilotversuchs.
Am 101.03.2000 gab der Bayerische Innenminister Günther Beckstein gab dann
aber doch bekannt, daß Bayern dem Bund angeboten hat, im Rahmen eines
vorerst auf Nürnberg beschränkten Pilotversuchs die Einführung
einer Chipkarte im Asylverfahren zu testen. Der Innenausschuß des Bayerischen
Landtages stimmte der Einführung, mit einer Gegenstimme der Vertreterin
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, zu.
Allerdings gibt es immernoch verhaltene Reaktion auf eine Einführung einer
Asylcard, mit der Argumentation, dass der datenschutzrechtliche Rahmen erst
geschaffen werden müsste und nur ein bestimmter Teil der auf der Karte
gespeicherten Daten für bestimmte Zwecke genutzt werden dürfte.