Was ist Philosemitismus?

Zu Ende des 19.Jahrhunderts wurde in Deutschland der Begriff des Philosemitismus erstmals gebraucht.
Dieser Begriff hat verschiedenartige Bedeutungen.
So wird hierdurch eine menschliche Haltung zum Judentum beschrieben.
Ihre Vertreter können diesem besonders wohlgesonnen sein, aber auch unterschwellige Feindschaft gegenüber Juden ist möglich.
So vertraten Philosemiten im 19.Jahrhundert öffentlich die Meinung, dass alle Menschen im Grundsatz gleich seien.
Christliche Propagandisten des Philosemitismus waren bemüht, ihren Glauben zu verkünden und missionarisch zu wirken. Andere Philosemiten wiederum bezeichneten das Jüdische als solches nicht. Durch ihr aufdringlich beschützendes Gebaren wollten sie Juden als Opfer beschützen. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges begegnet man dem aus Beschämung oder Reue geborenen Philosemitismus.
Die philosemitischen Vertreter der Endzeiterwartung messen dem Judentum bezüglich ihrer Befürchtungen eine große Bedeutung zu.
Die Verfechter, die Vorgänge und ethische Werte nur nach ihrer Nützlichkeit für die Gesellschaft bewerten, treten aus benanntem Grund für die Ansiedlung der Juden in einem Land ein.
Der freiheitsliebend – wohltätige Philosemit sieht in den Juden all seine Grundsätze der menschlichen Emanzipation und Rücksicht verwirklicht.
Eine gesonderte Bewegung ist die antideutsche Haltung des Philosemitismus, in der eine besondere Verbundenheit mit asiatischen Staaten demonstriert wird.
Die verschiedenfachen Erklärungen für den Begriff Philosemitismus zeigen seine Vielschichtigkeit auf. Eindeutig kann man jedoch sagen, dass seine Vertreter Nicht- Juden sind, gleich, welche der beschriebenen Haltungen sie zum Judentum vertreten.

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