Zeitschrift Geheim - Links, marxistisch und frech

Die Zeitschrift Geheim ist links orientiert und hatte in der Vergangheit etliche Konflikte mit Bundesbehörden, wie dem Bundesamt für Verfassungsschutz auszutragen. Ein Dauerbrenner ist der Fall des Journalisten Opperskalski der in den wirren Jahren 1988, 1990 und 1991 angeblichen Anschlägen der CIA jeweils nur knapp entging. Besagter Journalist legte sich in Südafrika mit dem Apartheid-Regime an. Für kurze Zeit wird die Publikation der Zeitschrift sogar eingestellt, doch schon 1992 erscheint das Blatt erneut. Augenfällig ist der Umstand, dass die Zeitschrift kritische Artikel nur über westliche Geheimdienste, jedoch keine einzige Zeile über die Ostblockdienste geschweige den über die Aktivitäten des KGB schreibt. Daher ist die Annahme bundesdeutscher Sicherheitsleute sehr plausibel, dass dieses Blatt von östlichen Kreisen finanziert oder anderweitig unterstützt wurde. 1993 war auch ein Bundestagsabgeordneter der Grünen, Manfred Such einer der Autoren, er schrieb kritisch über die GSG 9 Aktion in Bad Kleinen. Damals starben ein RAF-Terrorist und ein GSG 9 Beamter. Opperskalski wird von der Bundesanwaltschaft auch mehrmals verhört, zu einer Anklage kommt es aber nicht. Mit dem Verband Deutscher Schriftsteller hatte Opperskalski eine mediewirksame Unterstützung, welche die Einstellung der Überwachung und die Offenlegung aller gespeicherter Daten im Fall Opperskalski forderte. Über die operativen Maßnahmen gegen die GEHEIM-Redakteure kann man nur spekulieren. Es tauchen technische Probleme bei der Kommunikation per Post, Handy und Telefon auf, die einen vermuten lassen, dass "jemand" die Bedienungsanleitung seines IMSI-Catchers noch verinnerlichen muss. Nachweislich gab es eine Abhöraktion im unmittelbaren Umfeld der GEHEIM-Redakteure.

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