Reichssicherheitshauptamt - zentrale NS Terrorbehörde

Das Reichssicherheitshauptamt war die zentrale Terrorbehörde des Nationalsozialismus. Die Gründung des Reichssicherheitshauptamtes am 27. September 1939 bildete den Abschluß der Bemühungen Himmlers und Heydrichs, den gesamten Polizeiapparat des SD und der Sipo, Sicherheitspolizei in einer zentralen Behörde zu vereinigen, wobei staatliche Stellen und Parteiorganisationen zusammengelegt wurden. Das Reichssicherheitshauptamt unterstand wiederum dem "Reichsführer SS" und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler. Chef des Reichssicherheitshauptamtes war Himmlers rechte Hand Reinhard Heydrich und nach seinem Tod 1942 Ernst Kaltenbrunner. Dem Reichssicherheitshauptamt unterstanden die Gestapo, der SD und die Sipo. Dazu kamen noch mobile Einsatzgruppen, die sich aus Gestapo, SD, Ordnungspolizei und Verfügungstruppen (die spätere Waffen SS) rekrutierten und die sich im Oktober 1939 bereits mit der Ermordung der polnischen Eliten hervorgetan hatten. Mit dem Unternehmen Barbarossa im Juni 1941 begann unter Federführung des RSHA de facto der Holocaust. Vier Einsatzgruppen, die der kämpfenden Truppe folgten, ermordeten 1941/42 500.000 Juden und Roma. Doch das Morden mußte "geordneter" vor sich gehen, und es mußten andere Dienststellen eingeweiht werden, deren Unterstützung man sich versichern mußte. Unter Vorsitz von Reinhard Heydrich trafen sich am 20. Januar 1942 führende Vertreter aus SS und Ministerialbürokratie zur Wannseekonferenz. Das RSHA war dabei gleich mit mehreren hochrangigen Größen vertreten, von denen einige buchstäblich mit blutigen Händen zur Konferenz kamen. Da war Heydrich selbst, Heinrich Müller der Gestapochef mit Adolf Eichmann, dem die Organisation der Deportationen übertragen war, und den Heydrich als "unseren Spediteur" bezeichnete. Dazu kam noch Dr. Rudolf Lange als Chef des SD in Lettland. Die Anzahl der zu ermordenden Juden wurde bei Zigarren und Cognac mit 11 Millionen festgelegt.

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