Die Justiz in Deutschland

In Deutschland ist die Justiz in drei Sparten aufgeteilt, die ordentliche Gerichtsbarkeit, die Fachgerichtsbarkeit und die Verfassungsgerichtsbarkeit.

Die ordentliche Gerichtsbarkeit wird meist als die traditionellste Gerichtsbarkeit geführt. Ihr gehören sämtliche "Amts-", "Land-" und "Oberlandesgerichte", sowie auch der Bundesgerichtshof an.
Vor der ordentlichen Gerichtsbarkeit werden Prozesse des Strafrechts, des bürgerlichen Rechtes oder des Zivilrechtes verhandelt.

Die Finanz- und Verwaltungsgerichtsbarkeit, sowie die Sozialgerichtsbarkeit stellt einzelne Zweige der Fachgerichtsbarkeit dar. Hier werden nur Fälle zu den jeweiligen Fachgebieten verhandelt.

Das (Bundes)verfassungsgericht bildet die Verfassungsgerichtsbarkeit. Hier werden Fälle anhand der aktuell gültigen Verfassung geprüft und ggf. verhandelt. Vor dem Bundesverfassungsgesetz können auch Beschwerden gegen Entscheidungen von Gerichten aus ALLEN anderen Instanzen auflaufen, sofern die Entscheidung im Konflikt mit der Verfassung stehen könnte. Über Normenkontrollanträge wird zudem die Vereinbarkeit von Gesetzen mit Normen und Werten der Gesellschaft überprüft - wieder anhand der aktuell gültigen Verfassung.
Das einzige Bundesland, das kein eigenes Verfassungsgericht hat, ist Schleswig-Holstein.


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