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Infolinks.de

Tuesday
Jan 02nd
Draisine

Der Vorläufer des heutigen Fahrrads wurde in Mannheim erfunden. Im Jahre 1817 entwickelte der Erfinder Karl Drais das Laufrad, welches er im darauf folgenden Jahr zum Patent anmeldete. Ursprünglich bezeichnet er seine Erfindung als Laufmaschine, doch schon bald wurde sie unter dem Namen Draisine bekannt.

Die Ähnlichkeit mit dem modernen Fahrrad ist nicht zu übersehen: Zwei Räder, die über einen Rahmen miteinander verbunden sind, sowie ein Lenker und eine Sitzbank, machen das Gefährt fahrtauglich. Pedale sucht man an der Draisine allerdings vergeblich: um mit ihr fahren zu können, muss sich der Fahrer mit den Füßen direkt vom Boden abstoßen. Man muss also nicht treten, sondern laufen, um sich mit dem Gefährt fortbewegen zu können.

Die Laufmaschine von Karl Drais wurde nahezu vollständig aus Holz gefertigt. Nur wenige Teile, wie zum Beispiel die Radbeschläge, bestanden aus Metall bzw. Eisen. Die Sitzbank kann mit einem kleinen Sattel verglichen werden und wurde damals aus Leder gefertigt.

Zur damaligen Zeit herrschten die unterschiedlichsten Meinungen über die Draisine vor. So gab es zum Beispiel sehr viele Menschen, die aus Angst umkippen zu können, niemals auf das Gefährt aufgestiegen wären. Auf der anderen Seite gab es aber auch Menschen, die von der Idee begeistert waren. Schließlich konnte man mit der Laufmaschine eine höhere Fortbewegungsgeschwindigkeit als auf Füßen erreichen und sich im Gefälle sogar ohne Kraftaufwand fortbewegen.

Wirklich aufgegriffen und gleichzeitig auch weiterentwickelt wurde das Konzept erst 50 bis 60 Jahre nach der Patentanmeldung. Zuvor wurde sehr viel mit Hochrädern experimentiert, die vor allem deshalb sehr beliebt waren, weil man mit ihnen verhältnismäßig hohe Geschwindigkeiten erreichen konnte. Die Idee des Laufrads bzw. des Niedrigrads wurde in erster Linie deshalb aufgegriffen, weil man erkannte, dass sowohl die Sturzgefahr als auch das Verletzungsrisiko bei weitem nicht so groß wie beim Hochrad waren.

>>> Hochrad


 
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