| Astrologie der Babylonier und Assyrer |
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Eine erste Blütezeit erreichte die Astrologie bei den Babyloniern und Assyrern im 7. Jahrhundert vor Christus. Die Gewissenhaftigkeit der Priester war sowohl astrologisch als auch astronomisch geprägt und sind in der Bibliothek des Assurbanipal der Nachwelt erhalten geblieben. Diese Bibliothek umfasst rund 25.000 Tontafeln in assyrischen, babylonischen und sumerischen Dialekten, welche in Keilschrift Texte aus allen Bereichen des täglichen Lebens überliefern – auch der Astrologie. Die Babylonier brachten die Gestirne mit ihren Göttern in Verbindung: Die Sonne wurde für sie zum Stellvertreter des Sonnengottes Schamasch, der Mond der Repräsentant der Mondgöttin Sin. Jupiter stand für Marduk, Venus für Ischtar, Saturn für Ninib, Merkur für Nebo und Mars entsprach dem Nergal. Die Bewegung der Planeten entsprach nach dem Denken der Babylonier ihrem Einfluss auf das irdische Geschehen.
Die Bewegung der Planeten entsprach nach dem Denken der Babylonier ihrem Einfluss auf das irdische Geschehen.
Das Weltbild setzte sich aus drei Kugelschalen zusammen: die innerste Schale umfasste die Erde, daran knüpfte die Schale mit Sonne, Mond und den Planeten an, zu äußerst wurde das Weltall mit den Fixsternen gesehen. Somit glaubte man, dass die Erde und die Menschen von den beiden äußeren Kugelschalen beeinflusst seien, da man von ihnen von allen Seiten umgeben war. Das von den babylonischen Priestern entwickelte System der Deutung von Himmelsereignissen bezog daher nicht nur Sonne, Mond und die fünf genannten Planeten mit ein, sondern auch bereits auffällige Konstellationen in Bezug auf einige Fixsterne. Ebenfalls finden sich hier Hinweise auf die Entwicklung eines „Tierkreises“, dem sogenannten Zodiak. Man ordnete die Fixsterne zu Sternbildern an, und teilte sie den zwölf Abschnitten (=Häusern) zu, in welche das Himmelsgewölbe eingeteilt wurde. Sowohl assyrische als auch babylonische Priester deuteten die Planetenkonstellationen nie Einzelschicksalen, sondern grundsätzlich dem Gemeinwesen, allenfalls dem Herrschergeschlecht zu, da dieses als Personifikation des Staates den Staat und sein Volk repräsentierte. >>> Astrolgie bei den Griechen |
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