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Tuesday
Jan 02nd
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Migräne Vorbeugung mit Medikamenten

Wenn die Prophylaxemöglichkeiten ohne Medikamente ausgeschöpft sind, aber dennoch keine deutliche Besserung der Migränekopfschmerzen eintritt, bleibt nur noch die zusätzliche Vorbeugung durch Medikamente.

Die heute vorrangig für die medikamentöse Prophylaxe von Migräne genutzten Arzneimittel wurden eher zufällig entdeckt und wurden ursprünglich für andere Erkrankungen entwickelt. Die genaue Wirkungsweise ist bis heute ungeklärt. Dennoch sind die Erfolge dieser Medikamente trotz eventuell auftretender Nebenwirkungen überzeugend.
Quotation Dennoch sind die Erfolge dieser Medikamente trotz eventuell auftretender Nebenwirkungen überzeugend. Quotation
Es handelt sich bei den verwendeten Medikamenten um sogenannte Betablocker wie Metaprolol, Propanolol oder den Kalziumantagonisten Flunarizin als Arzneimittel der ersten Wahl.

Betablocker dienen eigentlich der Behandlung von Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es könnte daher sein, dass durch die Betablocker eine Gefäßverengung der Adern im Gehirn bewirken oder auch die Durchlässigkeit der Aderwände beeinflussen. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich bestätigt.

Auch Flunarizin wurde ursprünglich gegen Gefäßerkrankungen entwickelt und zeigt vergleichbar gute Ergebnisse in der Migräneprophylaxe. Diese Empfehlungen werden von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) ebenfalls angeraten.

Als Mittel der zweiten Wahl werden zumeist Naproxen, Magnesium, Pestwurz und Acetylsalicylsäure (ASS) genannt, wobei nur die beiden zuletzt genannten Wirkstoffe auch von der DMKG empfohlen werden.

Naproxen hemmt die Bildung des Botenstoffes Prostaglandin im Gehirn, welche für die Weiterleitung von Schmerzinformationen an das Gehirn zuständig sind. Es ist nicht für Patienten unter 12 Jahren geeignet.
Magnesium soll vorrangig bei menstrueller Migräne intensive Schmerzanfälle lindern helfen können und findet Einsatz bei Migräne bei Schwangerschaft . Des weiteren soll auch das Heilkraut Mutterkraut Migräne prophylaktisch lindern können, darüber liegen jedoch ebenfalls keine gesicherten Erkenntnisse vor.
Die Pestwurz ist ebenfalls ein Heilkraut, das in der Migräne-Prophylaxe eingesetzt wird. Extrakte dieser Pflanze zählen bereits zu den Therapie-Standarts. Acetylsalicylsäure hingegen wird bereits als Arzneimittel im Akutfall empfohlen.

Welches Arzneimittel nun speziell für den Patienten geeignet ist, wird vom Arzt im Rahmen der Diagnose und des Behandlungsplanes entschieden. Um die Wirksamkeit einer prophylaktischen Migränebehandlung beurteilen zu können, sollte diese mindestens zwei Monate durchgeführt werden. Auch hierbei ist es wiederum wichtig, in einem Migränekalender die Entwicklung zu dokumentieren.

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