Die Migräne mit Aura (auch „klassische Migräne“, „komplizierte Migräne“ oder auch „Migraine accompagnée“) ist weniger verbreitet als die Migräne ohne Aura. Nur ca. zehn Prozent der Migräniker leiden unter dieser Migräneform. Sie macht sich vor allem durch neurologische Reiz- und Ausfallerscheinungen bemerkbar, die der eigentlichen Kopfschmerzattacke vorausgehen. Am häufigsten ist dabei eine Störung der Sehfähigkeit wie beispielsweise plötzliche Unschärfe

Am häufigsten ist dabei eine Störung der Sehfähigkeit wie beispielsweise plötzliche Unschärfe
, ein Flimmern oder Blitzen vor den Augen. Auch der teilweise Ausfall des Gesichtsfeldes oder eine veränderte Farbwahrnehmung können auftreten.
Diese Migräneart entwickelt sich zumeist innerhalb von wenigen Minuten und bildet sich im Normalfall innerhalb von ein bis zwei Stunden wieder vollständig zurück. In seltenen Fällen dauert der Anfall länger als wenige Stunden und wird dann zu den Sonderformen der Migräne gezählt (Migräne mit verlängerter Aura).
Auch wenn die Länge des Migräneanfalls im Vergleich relativ kurz erscheint, ist gerade bei dieser Migräneart Vorsicht geboten und ein Arzt schnellstmöglich aufzusuchen. Diese Symptome können ebenfalls zu denen eines Schlaganfalls gehören, für welchen Patienten dieser Migräneform ein erhöhtes Risiko haben.
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