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Tuesday
Jan 02nd
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Anwendungsfälle

Historisch betrachtet kam es in den 1950er und 1960er Jahren zu einem Boom der Wärmegewinnung durch Strom. Das Bedürfnis nach Brandschutz und Komfortgewinn waren zentrale Gründe dafür, dass das direkte Heizen vor allem mit Kohle immer unbeliebter wurde und sich zugunsten elektrischer Wärmegewinnung minimierte. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der anekdotisch wirkenden Tatsache wider, dass sogar die Bergleute in den Steinkohlerevieren ihre Deputate nicht mehr in Form von Kohle erhielten, sondern in Form von Nachtspeicherstrom. Nachtspeicherheizungen waren bequem und weit verbreitet.

Auch die Wärmepumpe ist keine absolut neue Entwicklung im Bereich der Wärmegewinnung. Bereits vor 30 Jahren – insbesondere zu Zeiten der Ölkrisen – gab es angesichts des sich verteuernden Ölpreises einen Ansturm auf die Wärmepumpentechnologie. Die Geräte, die damals vertrieben wurden, sind allerdings nicht mehr mit den heutigen Modellen auf dem Markt zu vergleichen. Vor allem im Bereich der Entwicklung der Aggregate sind bedeutende Fortschritte zu verzeichnen, die die Zuverlässigkeit und Leistung der Wärmepumpen erheblich verbessert haben.

Hier wird deutlich, dass man es quasi mit zwei unterschiedlichen Generationen der Wärmegewinnung durch Strom zu tun hat: auf der einen Seite die als veraltet zu beschreibende Methode der elektrischen Widerstandsheizungen, auf der anderen Seite die nachgerüstete Methode der Wärmepumpe. Hier wird auch ein Blick auf die Anwendungsfälle und die heutige Verbreitung beider Methoden interessant.

Eine im Jahr 2007 durchgeführte Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme und des Bremer Energie Instituts hat die Anwendungsfälle von Elektroheizungen, d. h. elektrischen Widerstandsheizungen und Wärmepumpen identifiziert.

Die Studie kommt dabei zu dem Ergebnis, dass insgesamt immer noch rund 1,4 Mil. Wohnungen in Deutschland elektrisch beheizt werden. Entscheidend dabei ist vor allem, dass rund 99% aller elektrischen Heizungssysteme nach dem Prinzip der wenig effizienten Widerstandsheizung betrieben werden. Lediglich der Rest von einem Prozent entfällt auf die umweltschonendere und effizientere Methode der Wärmepumpe.

Es zeigt sich allerdings ein deutlicher Trend hin zur Technik der Wärmepumpe, wenn man die den Marktanteil in Neubauten betrachtet: In Deutschland liegt dieser zwar erst bei 10%, in der Schweiz hingegen bereits bei 75%.

Nachtspeicherheizungen kommen laut beider Institute häufiger in Mietwohnungen als in Eigentumswohnungen vor. Bei diesen Mietshäusern handelt es sich zudem in 82% aller Fälle um Wohnungen, die vor 1978 errichtet wurden und einzelnen Privatpersonen gehören. Wohnungsbaugesellschaften haben zumeist schon umgerüstet. Ein weiteres Indiz dafür, dass diese Heizmethode aufgrund ihrer noch näher zu beschreibenden ökologischen und energetischen Eigenschaften als veraltet angesehen werden muss.

>>> Vor- und Nachteile der Wärmegewinnung durch Strom


 
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