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Infolinks.de

Tuesday
Jan 02nd
Ökologie

Wie schon angesichts des Wirkungsgrades erwähnt, muss ebenso bei der Beurteilung der ökologischen Effizienz immer auch die Zusammensetzung des Stroms, d. h. der Energieaufwand für dessen Herstellung, mit berücksichtigt werden. Brennstoffe werden zwar bei beiden Heizungssystemen nicht in den Heizungen selbst verbrannt und erzeugen dort CO2-Emmissionen, diese entstehen aber bei der Stromgewinnung in den Kraftwerken. Auch Atomstrom ist nicht CO2-frei. Strom wird heute immer noch zum Großteil durch diese umweltbelastenden Methoden gewonnen. Regenerative Energiequellen spielen noch eine untergeordnete Rolle. Dieses muss in die Ökobilanz beider Elektroheizsysteme mit einbezogen werden. Für die elektrische Widerstandsheizung ergibt sich aufgrund der hohen Strommenge, die sie benötigt, somit eine vernichtend schlechte Ökobilanz. Aber auch die Bilanz der oftmals als umweltschonend angepriesenen Wärmepumpe leidet unter diesem Aspekt.

Die Wärmepumpe muss dementsprechend mindestens den Verlust, der bei der Stromgewinnung entsteht, ausgleichen, damit man sie als energetisch neutral bezeichnen kann. Energetische Neutralität ist aber nicht gleichzusetzen mit ökologischer Neutralität. Hier verbliebe man dann lediglich auf dem Status quo, sodass sogar eine Steigerung erbracht werden muss, damit die Wärmepumpe als ökologisch positiv bezeichnet werden kann.

Wenn ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie z. B. Wind oder Fotovoltaik benutzt werden könnte, bestünde dieser Einwand nicht mehr in diesem Maße. Allerdings gibt es derzeit keine Wärmepumpen-Tarife mit Strom aus erneuerbaren Energien und zu Stromverbrauchsspitzen wird der Einsatz konventioneller Stromkraftwerke weiterhin gefördert.

Wärmepumpen können insgesamt nur dann eine ideale energetisch und ökologisch positive Bilanz aufweisen, wenn a) die oben genanten idealen Voraussetzungen zur Entfaltung des Wirkungsgrades erfüllt sind und b) ausschließlich aus regenerativen Energiequellen gewonnener Strom eingesetzt wird.

Dieses ist ein Drahtseilakt, der nicht in allen Fällen von Erfolg gekrönt sein kann. Dennoch werden Wärmepumpenanlagen vom Gesetzgeber im Rahmen eines Marktanreizprogrammes für erneuerbare Energien gefördert, welches oftmals auf Widerstand und Kritik von Umweltorganisationen stößt. Der BUND geht dabei sogar soweit, Wärmepumpenanlagen als „Umwelt-Mogelpackung per Gesetz“ und „verkappte Kohleheizungen“ zu bezeichnen. Die Kritik entzündet sich vor allem an den Plänen der EU, die gesamte erzeugte Wärme aus Wärmepumpenanlagen als erneuerbare Energien zu deklarieren. Der BUND wendet dagegen zu Recht ein, dass nur ein Teil der gewonnenen Energie tatsächlich erneuerbar ist, der Rest geht auf das Konto von Kohle, Öl, Gas und Atomenergie.

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