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Infolinks.de

Tuesday
Jan 02nd
Wirkungsgrad

Unter dem Wirkungsgrad versteht man das Verhältnis von abgegebener Leistung zur zugeführten Leistung. Zwar wandeln die elektrischen Widerstandsheizungen Strom fast vollständig in Wärme um, man muss aber beachten, dass Strom selbst schon ein Produkt ist. Am Anfang der Kette stehen immer noch häufig Kraftwerke, die Strom durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe gewinnen. Dadurch verschlechtert sich der Wirkungsgrad elektrischer Widerstandsheizungen enorm. Denn rund zwei Drittel der Ausgangsenergie von Kohle, Gas und Öl geht schon bei der Stromgewinnung verloren, nur der Rest kommt tatsächlich als Strom an. Aus diesem Grund werden die elektrischen Widerstandsheizungen oftmals als Energievernichtungsmaschinen charakterisiert. Da wie oben aufgezeigt, elektrische Widerstandsheizungen zumeist in Altbauten vorkommen, wird diese Bilanz aufgrund der zumeist unzureichenden Wärmedämmung solcher Gebäude zusätzlich verschlechtert. Im Winter verschärfen elektrische Widerstandsheizungen zudem die Stromspitzen und geben Stromerzeugern somit Argumente für die Errichtung neuer Kraftwerke. Vergleicht man den Wirkungsgrad von elektrischen Widerstandsheizungen mit denen von Öl- und Gasheizungen, so schneiden die elektrischen Widerstandsheizungen ebenfalls schlechter ab.

Ohne Frage sind Wärmepumpenheizungen effizienter als elektrische Widerstandsheizungen, da sie zunächst einmal weniger Strom verbrauchen und versuchen, die Wärme der Umwelt zu nutzen. Ein Teil der erzeugten Energie ist somit regenerativ. Dennoch wird von Umweltorganisationen und anderen Stellen häufig angezweifelt, ob Wärmepumpen energetisch zumindest als neutral bezeichnet werden können.

Bei der Wärmepumpe ist die ausschlaggebende Größe zur Messung des Wirkungsgrades die sogenannte Leistungszahl. Diese errechnet sich aus dem Verhältnis von abgegebener Heizwärmeleistung und der Antriebsleistung, die für den Verdichter notwendig ist. Bei geringen Temperaturdifferenzen zwischen der Ausgangstemperatur der angepumten Wärme und der Wunschtemperatur muss die Wärmepumpe weniger Energie für den Antrieb aufwenden, sodass die Leistungszahl sich vergrößert. Hier ist aber zu beachten, dass diese Differenz keine konstante Größe ist und im Herbst und Winter mit größeren Differenzen zu rechnen ist. Es muss dementsprechend auf die durchschnittliche Jahresarbeitszahl geachtet werden. Eine effiziente Arbeitszahl ist nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt zu erreichen. Dabei ist die möglichst niedrig zu haltende Temperaturdifferenz zwischen Ausgangs- und Wunschtemperatur nur eine Voraussetzung. Hinzu kommt ein möglichst geringer Wärmebedarf des Wohnobjektes.

Einfluss auf die Effizienz einer Wärmepumpe hat aus energetischer und ökologischer Perspektive auch der Aspekt, ob die Pumpe auch zur Warmwassergewinnung eingesetzt wird. Ist dieses der Fall, verschlechtert sich die Leistungszahl der Wärmepumpe erheblich, da teilweise sehr hohe Wassertemperaturen erreicht werden müssen. Es ist dementsprechend nicht problemlos möglich, einen allgemeingültigen Wirkungsgrad von Wärmepumpen anzugeben und diesen mit dem Wirkungsgrad von anderen Heizmethoden zu vergleichen.

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