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Jan 02nd
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Die ältesten Orgeln der Welt

Nur wenige Orgeln sind noch in ihrer ursprünglichen Bausubstanz erhalten. Umbauten, Erneuerung und Anpassung an den aktuellen Zeitgeschmack der verschiedenen Epochen haben im Hinblick auf Disposition, Intonation, Stimmung und Technik immer wieder zu Veränderungen der ursprünglichen Orgeln geführt. So findet man oft hinter einem alten Instrument – zum Beispiel aus dem Zeitalter des Barock – die Technik des 20. Jahrhunderts.

Durch Restaurierung werden historische Orgeln wiederhergestellt, wenn durch das vorhandene Material noch Rückschlüsse auf den Ursprung gezogen werden können. Ist dies nicht mehr möglich, müssen große Teile des Werkes neu hergestellt werden. Dann spricht man von einer Rekonstruktion. Bei diesem Verfahren müssen selbstverständlich die Vorgaben des Denkmalschutzes beachtet werden und dies birgt oftmals Konflikte zwischen der vorgeschriebenen Erhaltung der alten Teile und der Notwendigkeit des Einbaus von Neuteilen.

Auch bei der Datierung der Orgeln auf ihr Baujahr müssen diese Faktoren berücksichtigt werden, da immer wieder Reparaturen und Ausbesserungen notwendig waren, um die Orgel an die jeweilige Zeit anzupassen. Daher enthalten viele Orgeln Materialen aus verschiedensten Epochen und meist nur noch wenige Teile aus ihrer ursprünglichen Bauzeit.

Die älteste bespielbare Orgel der Welt wurde zwischen 1425 und 1431 erbaut und befindet sind in der St. Andreaskirche in Ostönnen. Ursprünglich wurde dieses wunderschöne, alte Instrument für die Kirche Alt St. Thomae in Soest erbaut und im Jahre 1721/1722 nach Ostönnen umgesetzt. 1963 erfolgte eine Instandsetzung der Orgel und zwischen 2000 und 2003 wurde eine umfassende Restaurierung des wertvollen Kircheninstruments durchgeführt.

Eine 1435 erbaute Orgel befindet sich in der Notre-Dame-de-Valére, der Burgkirche in Sitten in der Schweiz. Auch diese zählt zu den ältesten bespielbaren Orgeln der Welt und bietet mit ihren 376 Pfeifen einen imposanten Anblick. Die Orgel, von deren Pfeifen noch 12 aus dem Zeitalter der Gotik erhalten sind, wurde 1954 und 2004 restauriert und stellt eine beeindruckende Sehenswürdigkeit dar.

Die Chororgel in der St. Jakobi Kirche in Lübeck wird auf das Baujahr 1467 datiert. In den Niederlanden in  Groningen befindet sich eine Orgel aus dem Jahr 1482 in der Martinikerk. Die nächste Orgel in der zeitlichen Reihenfolge der ältesten Orgeln stammt aus dem Jahr 1500 und kann in der Kirche St. Valentin und Dionyisius in Kiedrich im Rheingau bewundert werden. In Frankreich, in Lorris-et-Gattinais befindet sich in der Eglise de Gros Bourg eine Orgel aus dem Jahre 1501 mit 749 Pfeifen.

>>> Freiluftorgeln


 
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