• Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Auto width resolution
  • Increase font size
  • Decrease font size
  • Default font size
  • default color
  • red color
  • green color
Member Area

Infolinks.de

Tuesday
Jan 02nd
Home arrow Die Hammond Orgel – Geschichte und Technik
Die Hammond Orgel – Geschichte und Technik

Bei der Hammond Orgel handelt es sich um eine elektromechanische Orgel.1933 entstand die Idee zur Konstruktion einer auf dem elektromechanischen Prinzip basierenden Orgel durch Laurens Hammond, der selbst jedoch kein Musiker war. Die erste Vorstellung der neuartigen Orgelkonstruktion am 01. April 1935 war der Start für viele Bestellungen berühmter Persönlichkeiten für eine Hammond Orgel.

Der erste Auftrag wurde von Henry Ford erteilt, der gleich sechs Hammond Orgeln orderte. Ebenso zu den berühmten Erstbestellern der Hammond Orgeln zählen George Gershwin und Count Basie. In den amerikanischen Kirchen wurde sie als Begleitung zur Gospelmusik beliebt und hielt somit in vielen Kirchen Amerikas Einzug. Als Ersatz für die ursprüngliche Pfeifenorgel konnte sich die Hammond Orgel dennoch nicht etablieren. Dagegen wurde sie in den Musikbereichen Jazz, Rock, Soul, Funk, Reggae und vielen weiteren Musikrichtungen ein beliebtes Instrument, auf das viele Bands in den 60ern und 70ern nicht mehr verzichten konnten.

Wie die Pfeifenorgel besitzt natürlich auch die Hammond Orgel Manuale und Pedale, über die die Töne allerdings elektromechanisch erzeugt werden. Im Gegensatz zu den reinen elektronischen Orgeln, erfolgt die Tonerzeugung bei der Hammond Orgel über den Generator. Die Zähne der Zahnräder erzeugen eine elektrische Sinusspannung in Spulen. Metallene Tonräder rotieren vor elektromagnetischen Tonabnehmern und durch die Wellenform der Tonräder entfernen und nähern sich diese in periodischem Abstand dem Permanentmagneten. Durch die so über die Manuale und Pedale erzeugten Wechselspannungen werden Vibrationen an die Verstärker weitergeleitet, die dann die Töne verstärken und an die Lautsprecher weiterleiten.

Um dem Klang mehr Räumlichkeit zu verleihen, wurden die Hammond Orgeln meistens mit einem Federhall ausgestattet. Ein weiteres wichtiges Zubehörteil für Soundeffekte einer Hammond Orgel ist das spezielle Leslie Lautsprecher Kabinett, dessen Motion Sound System auf rotierenden Lautsprechern basiert. Dieses wurde allerdings nicht ab Werk mitgeliefert, sondern musste nachgerüstet werden. Weitere Möglichkeiten, besondere Effekte der Klangveredelung zu erzielen sind Phaser, Ringmodulator, Flanger und natürlich gerade im Hardrockbereich die Verstärker der Firma Marshall.

Prinzipiell kann man zwei verschiedene Typen von Hammond Orgeln unterscheiden. Die Konsolenmodelle, die mit dem Harmonic Feedback ausgestattet sind und somit eine gänzlich differenzierte Klangform erzeugen als die Spinettmodelle, die nicht über diese Ausstattung verfügen. Die Konsolenmodelle sind mit zwei Manualen mit jeweils 61 Tasten ausgestattet, wogegen die Spinettmodelle zwei Manuale mit jeweils 44 Tasten enthalten. Einige Modelle enthalten zusätzliche Presets, bei denen vom Hersteller definierte Registrierungen einfach per Knopfdruck abgerufen werden können.

>>> Die ältesten Orgeln der Welt



 
< zurück   weiter >