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Jan 02nd
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Die Orgel und ihr Ursprung

Der Begriff Orgel stammt vom griechischen Wort „organon“, das übersetzt Instrument, Werkzeug und Organ bedeutet. Bei einer Orgel handelt es sich um ein Musikinstrument, das mit Hilfe von Tasten und Pedalen bedient wird. Bei der früheren reinen Pfeifenorgel entstanden die Töne durch Orgelwind in den Pfeifen. Bereits 246 vor Christus wurde das erste, der heutigen Orgel ähnliche Instrument von Ktesibios konstruiert, einem aus Alexandria stammenden Ingenieur. Die damalige Bezeichnung der Orgel war Hydraulis, weil die Töne in den Pfeifen durch Winddruck mit Hilfe von Wasser erzeugt wurden.

Bereits im 1. Jahrhundert vor Christus wurden in Griechenland Orgelwettbewerbe veranstaltet. Der römische Kaiser Nero führte bereits im Jahr 67 nach Christus die erste Orgel in Rom ein. Schon zu dieser Zeit verband man mit dem Besitz einer Orgel einen besonderen Status innerhalb der römischen Oberschicht. In der Gegend um Budapest wurden Überreste einer ersten Orgel aus dem Jahr 228 nach Christus ausgegraben. Im Mittelalter wurde die Orgel im byzantinischen Reich bereits für die kaiserlichen Zeremonien eingesetzt. Anfangs waren der Oberhäupter der Kirche noch gegen die Anschaffung eines weltlichen Statussymbols wie einer Orgel. Nach dem 1. Jahrtausend jedoch wurden nach und nach auch in den Klöstern Orgeln zur Feier des Gottesdienstes eingesetzt, die damals immer noch eher einen wichtigen und wohlhabenden Status symbolisierten. Ab dem 13. Jahrhundert waren dann fast alle großen Kirchen mit Orgeln ausgestattet.

Ab dem Zeitalter der Gotik wechselte die Bedeutung vom reinen Statussymbol zum einzigen begleitenden Instrument des Kirchengesangs bei den Gottesdiensten. Die Orgel hatte sich somit in den kirchlichen Strukturen als damals einziges für den Gottesdienst zugelassenes Musikinstrument etabliert und erhielt ihre wichtige Funktion bei den Zeremonien innerhalb der Kirche. Die damaligen Orgeln verfügten noch über keine Tastatur, die Töne wurden lediglich mittels einer Holzlatte – der so genannten Schleife – erzeugt, indem man die Windzufuhr in den Pfeifen durch das Herausziehen veränderte. Im Zeitalter der Renaissance setze sich dann die Bedienung der Pfeifenorgel über eine Manual-Tastatur durch. Während des Barock erlebte der Orgelbau vorwiegend in Europa die Zeit seiner größten Blüte.

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