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Jan 02nd
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Duftprofis am Werk – Ein Parfüm entsteht

Parfümeure nennen sich die Künstler, die aus den unterschiedlichsten Zutaten die wunderbarsten Düfte komponieren. Parfümeure sind jedoch nicht nur dann gefragt, wenn es darum geht, ein neues, hochwertiges Parfüm zu kreieren. Keiner der vielfältigen Düfte, von denen wir täglich umgeben sind, ist ein Zufallsprodukt. Wer glaubt, dass ein Haarspray „einfach nur so“ zu seinem Duft gekommen ist, der irrt sich. Die Arbeit der Parfümeure erstreckt sich auf alle Gebiete, in denen ein angenehmer Geruch der Produkte verlangt wird. Sie verhelfen den üblichen Kosmetikartikeln ebenso zu ihrem Geruch, wie medizinischen Salben oder Reinigungsmitteln. Abhängig von den Vorgaben, mit denen der Kunde an die Parfümeure herantritt, komponieren diese den passenden Duft für das Produkt. Ein Parfüm besteht immer aus mehreren Komponenten. Einige dieser Bestandteile haften lange auf der Haut, andere verfliegen recht schnell. Der Parfüm-Bestandteil, der zuerst verfliegt, wird „Kopfnote“ genannt. Diese Kopfnote riecht nur in den ersten Minuten intensiv und ist keinesfalls der Duft, der noch Stunden später auf der Haut wahrzunehmen ist. Die Herznote des Parfüms hält etwas länger. Ihr Duft kann bis zu zwei Stunden nach dem Auftragen des Parfüms auf der Haut erschnuppert werden. Der wirkliche Duft des Parfüms verbirgt sich in der Basisnote. Die Basisnote eines guten Parfüms hält mehrere Stunden an und ist die unverwechselbare Note des Parfüms. Wie schwer und intensiv der Duft eines Parfüms wirkt und wie lange der Duft auf der Haut anhält, ist von der Konzentration der Duftstoffe abhängig. Die ätherischen Öle, die dem Parfüm den Duft verleihen, sind mehr oder weniger stark mit Alkohol verdünnt. In einem Parfüm-Extrakt beträgt die Konzentration der ätherischen Öle bis zu 30 Prozent. Das Eau de Parfüm weist eine Duftstoff-Konzentration von bis zu 15 Prozent auf, das Eau de Toilette enthält maximal 12 Prozent der ätherischen Öle. Das Eau de Cologne bietet mit 5 Prozent eine niedrige Konzentration der Duftstoffe, die lediglich von den sommerlich leichten Düften, die als „Bodysplash“ oder „Eau Fraiche“ erhältlich sind, unterboten wird. Längst werden die ätherischen Öle für die Parfüm-Produktion nicht mehr ausschließlich aus rein natürlichen Zutaten hergestellt. Eine Parfüm-Produktion in großen Mengen wäre ohne die Möglichkeit, Duftstoffe auf synthetischer Basis herzustellen, undenkbar. Wie sich der Duft eines Parfüms genau zusammensetzt, ist ein streng gehütetes Geheimnis der Parfümeure. Um die entsprechenden Duftstoffe zu gewinnen, gibt es mehrere Vorgehensweisen. Öle, die besonders hitzeempfindlich sind, werden mittels Expression (Auspressen) gewonnen. Die Destillation bietet sich bei robusteren Duftträgern an. Sie ist eines der ältesten Verfahren, welches vor langer Zeit im Orient entwickelt wurde. Hierbei werden Pflanzen oder Blüten in einem großen Kessel mit heißem Wasser erhitzt. Die austretenden Duftstoffe werden aus dem aufsteigenden Wasserdampf herausgefiltert. Die Extraktion ist die Methode, welche am häufigsten zur Anwendung kommt. Bei relativ niedrigen Temperaturen werden den pflanzlichen oder tierischen Duftträgern durch Beigabe von Lösungsmitteln die Duftstoffe entzogen. Um bei aller Vielfältigkeit die Wahl zwischen den einzelnen Parfüms ein wenig zu erleichtern, werden die Düfte verschiedenen Geruchsgruppen zugeteilt. So gehören beispielsweise schwere, süße Düfte dem Reich der „orientalischen Düfte“ an. Frische, leichte Düfte, die an eine frisch gemähte Wiese erinnern, gehören dem Reich der „grünen Düfte“ an. Blumige, süße Düfte, die den Geruch einer blühenden Sommerwiese herbeizaubern, werden dem Reich der „floralen Düfte“ zugeordnet.

>>> Parfüm - Selbstverständlich auch für Männer

 
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