• Narrow screen resolution
  • Wide screen resolution
  • Auto width resolution
  • Increase font size
  • Decrease font size
  • Default font size
  • default color
  • red color
  • green color
Member Area

Infolinks.de

Tuesday
Jan 02nd
Home arrow Parfüm – Ein betörender Duft mit langer Tradition
Parfüm – Ein betörender Duft mit langer Tradition

Parfüm übt seit jeher auf die Menschen eine große Faszination aus. Schon lange, bevor es das Parfüm in seiner heutigen Form gab, versuchten die Menschen, mit den unterschiedlichsten Methoden Wohlgerüche zu erzeugen. In mystischen Ritualen wurden Zweige und Blätter verbrannt, die einen schweren, aromatischen Qualm verbreiteten. Über einem Feuer wurden in großen Kesseln Pflanzen gekocht, um wohlriechende Dämpfe zu erzeugen. Dies erklärt die Bedeutung des Wortes „Parfüm“, welches die lateinische Bedeutung für „Rauch“ beinhaltet. Ein magisches oder religiöses Ritual, welches zu Ehren der jeweiligen Gottheiten abgehalten wurde, war ohne eine wahrhaft atemberaubende Duft- und Räucherzeremonie unvorstellbar. Dem duftenden Qualm und den betörenden Dämpfen wurden magische Kräfte nachgesagt. Andere Kulturen schrieben den unterschiedlichen Düften eine heilende Wirkung zu.

Bereits die Ägypter verbrannten verschiedene Duftstoffe, um ihrem Sonnengott die Ehre zu erweisen. Sie waren bereits in der Lage, verschiedene Duftmischung mit Zutaten aus Kräutern, Blättern, Früchten und Harzen herzustellen. Die Kunst, immer neue Duftkreationen zu entwickeln wurde im Orient und im Fernen Osten vorangetrieben. Seefahrer, die von Europa aus die fernen Länder angesteuert hatten, brachten auf ihrer Heimreise duftende Gewürze, Hölzer und Pflanzen mit. Mit diesen fremdartigen Zutaten konnten sich nun die Alchemisten hierzulande an neuen Duftkreationen versuchen. Das Parfüm trat unaufhaltsam seinen Siegeszug an. War das Parfüm zum Anfang vorrangig ein Statussymbol, wurde es bald unersetzlich. Spätestens 17. und 18. Jahrhundert war das Parfüm nicht mehr wegzudenken. In dieser Zeit wurde die Körperhygiene – quer durch alle Schichten – sträflich vernachlässigt. Zwar waren die Bewohner der Königshöfe in ihren prachtvollen Kleidern und Roben imposant anzusehen – ihr Körpergeruch konnte einem jedoch wahrhaft den Atem rauben. Um die üblen Gerüche, welche der mangelnden Körperhygiene zuzuschreiben waren, ein wenig zu überdecken, benutzten die Menschen Parfüm in großen Mengen.

In dieser Zeit wurde das Parfüm nicht nur als Duft- sondern auch als Heilmittel angesehen. Die zunehmende Ausbreitung der Krankheiten wurde von den Menschen mit den üblen Körpergerüchen in Zusammenhang gebracht. Sie glaubten, der Verbreitung von Pest und Pocken durch den Einsatz von Parfüm Einhalt bieten zu können. Erst dann, als die Menschen über die Notwendigkeit einer gründlichen Körperhygiene aufgeklärt wurden, konnte das Parfüm wieder benutzt werden, um Wohlgerüche zu schaffen – und nicht, um üble Gerüche zu überdecken. Im Zuge der Industrialisierung wurde es möglich, Parfüm in großen Mengen herzustellen. So kamen auch weniger wohlhabende Menschen in den Genuss, sich ein Parfüm zu gönnen.

>>> Duftprofis am Werk - Ein Parfüm entsteht

 
< zurück   weiter >