Entspannt in die Barbarei
Frau Ditfurth scheint in ihrem Buch einen Zusammenhang, zwischen den Idealen
des Faschismus und dem Grundgedanken der esoterischen Bewegung zu konstruieren.
Obwohl die Grundidee nicht komplett von der Hand zu weisen ist, bleibt Frau
Ditfurth den Beweis bis zum Ende des Buches schuldig. Ihre Thesen werden durch
Zitate untermauert, die leider ihren Kontext verloren haben. Sie verharrt in
der Ecke ihres eigenen Weltbildes, und schafft nicht den Absprung zur Sichtweise
der anderen Position. Ein emphatischer Blickwinkel hinter die Beweggründe
des Anderen, wird der Leser vergeblich suchen. Stattdessen wird mit mahnendem
Finger auf die Unzulänglichkeit der Anderen und ihrer Verblendung gewiesen.
Sollte das Ziel des Buches ein Aufschrei sowohl der faschistischen, wie auch
der esoterischen Szene gewesen sein, so ist ihr, auch dies nicht gelungen. Lediglich
die esoterischen Gruppierungen ließen sich zu verschiedenen Antworten
herab. Obwohl das Ziel keine Satire sein sollte, ist es Frau Ditfurth über
weite Strecken gelungen, eine solche, sehr unterhaltsam zu schreiben.