Geheimdienstliteratur in Deutschland - Quellen ohne Tarnung

Geheimdienstliteratur ist oder sollte wissenschaftlich fundierte Fachliteratur sein. Die deutschsprachige Fachliteratur beschränkt sich stark auf zeitgeschichtliche Ereignisse der letzten 100 Jahre. Sollte ein Kulturland wie Deutschland den nur Geheimdienstliteratur mit dem Schwerpunkt 1. und 2. Weltkrieg vorweisen können, ich persönlich denke nein! Aber die Angst der Akademiker und Fachjournalisten über Themen zu recherchieren oder gar wissenschaftliche Abhandlungen zu schreiben, welche eventuell immer noch in der deutschen Gesellschaft tabuisiert werden, ist gross. Leider muss ein interessierter Laie genauso wie der Student an einer der zahlreichen philosophischen Fakultäten in Deutschland dann schon auf die englischsprachige Fachliteratur zurückgreifen. Fairerweise muss man eingestehen, dass die Arbeit der deutschen Geheimdienste keinerlei Transparenz vorweisen, was die Grundlage für eine fundierte wissenschaftliche Arbeit wäre. Klar ist nur, ohne die englische Literatur und ohne die Fülle von englischsprachigen Quellen müsste ein Interessierter das Handtuch werfen, sofern er nicht nur über die Arbeit des nationalsozialistischen Sicherheitsapparates, sondern gegebenfalls etwas informatives über den Spionagedienst der spanischen Habsburger im 16.Jahrhundert erfahren möchte. Wer keine Zeit hat oder die harzige Arbeit scheut, sich in Bibliotheken der Universitäten nach geeigneter Literatur umzuschauen dem bleibt nur eines der Internetsuchmaschinen, dort findet er genügend Anhaltspunkte über geheimdienstliche Literatur, auf englisch versteht sich.

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