Konkret Verlage

Der Konkret Literatur Verlag ist der einzige linke Publikumsverlag in Deutschland. Der Verlag wurde 1957 in Hamburg gegründet. Initiiert von einer Gruppe kommunistisch-pazifistischer Studenten. Aus der ehemaligen Studentenzeitschrift, entwickelte sich eine wöchentliche Ausgabe, deren wohl bekannteste Kolumnistin Ulrike Meinhof war.
Nach einer Insolvenz im Jahr 1973 stellte sich der Neue Konkret Verlag 1974 mit dem Herausgeber und Autor Hermann L. Gremliza dem Zeitschriftenmarkt. Gremliza war vorher u.a. bereits leitender Redakteur des Politikressorts der Zeitschrift Spiegel, den er infolge einer Auseinandersetzung mit Rudolf Augstein verließ.
Außerdem gibt der Verlag eine Sachbuch Reihe - KONKRET TEXTE - heraus und publiziert regelmäßig zur Frankfurter Buchmesse ein Sonderheft - LITERATUR KONKRET.

Der Verlag versteht sich selbst als Sprachrohr oppositioneller Anliegen, wobei jedoch diese Themen immer auch kritisch hinterfragt werden.
Die Palette der behandelten Gebiete reicht von der Beleuchtung nationalistischer Tendenzen in Deutschland, über den Antisemitismus und Rassismus bis hin zur Anti-Atomkraftbewegung.
Die Zeitschrift kann im Laufe ihrer langen Geschichte viele prominente Autoren vorweisen, von Adorno über Beauvoir und Böll, bis hin zu Enzensberger, Rowohlt, Sartre und Seghers.
Aktuelle Themen der Sachbuch Reihe umfassen sowohl die jüngsten Diskussionen um die gesellschaftliche Rolle der Frau als auch Kritik der Religion in Form kritischen Hinterfragens der Tätigkeit christlicher Kirchen. Die Beleuchtung neoliberaler Grundwerte in einer globalisierten Welt und die Akzeptanz rechten Gedankengutes wurden erst jüngst in Publikationen des KONKRET Verlags diskutiert.


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